Mystics

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Ramana Maharshi (Ind)

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ramana-maharishiRamana Maharshi (1879-1950) war ein indischer Guru. Er lebte schweigend nahe dem von Hindus als heilig angesehenen Berg Arunachala, antwortete aber auf Fragen von spirituell Suchenden. Er war ein Vertreter des Advaita-Vedanta des 20. Jahrhunderts und empfahl spirituell Suchenden die nach einer Übung fragten, die Methode Atma Vichara, die Erforschung des Selbst, durch die Frage „Wer bin ich?“. Dutzende westliche Satsang-Lehrer berufen sich heute auf ihn und sehen in ihm ihren Vorgänger.

Im Alter von 16 Jahren hatte Ramana laut seinen eigenen Erzählungen ein prägendes Erlebnis: Während einer elementaren Todesangst habe er sich mit der Frage beschäftigt, was im Tod stirbt. Er sei zu der Antwort gekommen, dass zwar der Körper sterben möge, jedoch nicht der Geist bzw. das Bewusstsein. Später sagte er zu dem Erlebnis: „Das Selbst war etwas sehr Reales, das einzige Reale in meinem derzeitigen Zustand, und die gesamte bewusste Aktivität meines Körpers konzentrierte sich auf dieses Selbst. Seither ist die faszinierende Kraft dieses Selbst im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit geblieben […]. Das Aufgesaugt-Sein in das Selbst dauert seitdem ohne Unterbrechung an. Andere Gedanken erscheinen und verschwinden wieder, ähnlich wie die Noten eines Musikstücks, aber das Selbst ist wie ein Grundton unter den anderen Noten stets vorhanden und mischt sich mit diesen. Auch wenn mein Körper vom Reden, Lesen oder was auch immer eingenommen ist, ist mein ganzes Sein nicht minder auf das Selbst zentriert. Vor dieser Krise vermochte ich das Selbst nicht klar wahrzunehmen, und ich fühlte mich nicht bewusst vom Selbst angezogen.“

Bruno Gröning (D)

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Bruno Gröning wurde am 31. Mai 1906 als viertes von sieben Kindern in Danzig-Oliva (Ostdeutschland) geboren. Schon als kleiner Junge war er in der Lage, auf kranke Menschen und Tiere einen heilenden Einfluss auszuüben. Er erlente später den Beruf des Zimmermanns, und arbeitete in verschiedenen weiteren Berufen, vom Fabriks- und Hafenarbeiter bis Telegramm-Zusteller. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er als deutscher Soldat in Gefangenschaft.

Im Jahre 1949 wurde er erstmals durch die Heilung eines von den Ärzten als unheilbar abgeschriebenen Jungen in Herford (Deutschland) öffentlich bekannt. Weltweites Aufsehen erregten dann die Massenheilungen auf dem Traberhof bei Rosenheim/Nähe München. Trotz seiner unbestreitbaren Heilerfolge erhielt Gröning Heilverbot und durfte nicht mehr öffentlich wirken. Am 26. Januar 1959 starb er in Paris.

Grönings Lehre

Seine Lehre hat er weder studiert, noch durch Nachdenken entwickelt – er selbst sprach davon, dass sie ihm geistig gegeben worden sei. Und so gab er sie auch an alle seine Zuhörer weiter. Gröning ging in seinen Glaubensvorträgen stets vom Einfluss geistiger Kräfte auf den Menschen aus, die er für deutlich stärker einschätzte als vielfach angenommen. Zu diesen geistigen Kräften gehörten für ihn besonders die Gedanken.

Typische Zitat sind:

– „Gott ist der Sender und der Mensch der Empfänger der Heilkraft.“

– „Ich gebe Ihnen die Spielregeln des Lebens, damit Sie Meister im Leben werden!“

– „Mein Tun und Wirken dient lediglich dazu, alle Menschen dieser Erde wieder auf den richtigen Weg, auf den göttlichen Weg, zu führen.“

– „Danken Sie nicht mir, danken Sie Gott, er hat es getan.“

Gröning wehrte sich stets entschieden dagegen, irgendetwas über eine Krankheit zu hören oder sich den Namen einer Krankheit auch nur nennen zu lassen. Er gab keine Heilungsversprechen, sein Wirken vollzog sich allein durch seine Glaubensvorträge, in denen er die Hilfesuchenden zur grossen Umkehr aufrief. Seine Aufgabe sah er darin, den Menschen die Türe zum göttlichen Verständnis und Erleben zu öffnen und damit zum Gottvertrauen zurückzuführen. Er sah sich als Wegweiser, als Mittler der göttlichen Kraft.

Bruno Gröning vergleicht den Menschen mit einer Batterie. Im täglichen Leben gibt jeder Kraft ab. Jedoch wird die benötigte neue Lebensenergie oft nicht mehr ausreichend aufgenommen. Ebenso wie eine leere Batterie nicht funktionstüchtig ist, kann ein kraftloser Körper seine Aufgaben nicht erfüllen. Abgespanntheit, Nervosität, Lebensängste und letztlich Krankheit sind die Folgen.

Bruno Gröning erläuterte nun, wie der Einzelne wieder zu neuen Energien kommen kann. Der Glaube an das Gute ist hierfür ebenso Voraussetzung wie der Wille zur Gesundheit. Der Mensch ist überall von Heilwellen umgeben, die er nur aufzunehmen braucht. Laut Bruno Gröning gibt es keine unheilbare Krankheit, was die ärztlich geprüften Erfolgsberichte bestätigen. Die Heilungen geschehen hier allein auf geistigem Wege und sind daher nicht an Bruno Grönings materiellen Körper gebunden.

Um diesen Heilstrom aufzunehmen, sitzt der Hilfesuchende mit geöffneten Händen. Arme und Beine sind nicht verschränkt, um das Fliessen des Heilstroms nicht zu unterbinden. Gedanken an Krankheit und Sorge wirken hinderlich, Gedanken an etwas Schönes hingegen sind hilfreich.

Wenn der Heilstrom durch den Körper fliesst, stösst er auf die Organe, die durch Krankheit belastet sind und beginnt dort seine reinigende Wirkung. Dabei kann es zu Schmerzen kommen, die ein Anzeichen für die Reinigung des Körpers sind. Da die Krankheit ihrem Wesen nach nicht von Gott gewollt ist, wird sie nach und nach beseitigt. Dies kann in einzelnen Fällen auch spontan geschehen. Hierzu ist es notwendig, dass sich der Mensch nicht mehr gedanklich mit der Krankheit beschäftigt, sondern daran glaubt, dass es für Gott kein „Unheilbar“ gibt.

Um auch weiterhin gesund zu bleiben, stellen sich die Bruno Gröning-Freunde täglich auf den Empfang des Heilstroms ein. Der gesunde Körper bildet die Grundlage für ein Leben in Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen und der Natur.

Das Ziel der Lehre Bruno Grönings ist es, einen Kranken zu einem lebensfrohen Menschen zu machen, der frei von körperlichen und seelischen Belastungen ist.

(Quelle: Der Bruno Gröning Freundeskreis)

Mehr Information:

http://www.bruno-groening.org

http://www.gh-film.de

Sai Baba (Ind)

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entstammt einer Familie, die der Kshatriya-(„Krieger“) Kaste angehört. Er wurde am 23. November 1926 im südindischen Putthaparti als viertes von fünf Kindern geboren. Er erhielt den Namen Sathyanarayana Rayu. In seiner Kindheit fiel Sathyanarayana durch außergewöhnliche Frömmigkeit und Hilfsbereitschaft auf. Während seiner Schulzeit organisierte er Liedergruppen und Theateraufführungen über religiöse Themen, zum Beispiel über das Leben Krishnas, eine der bedeutendsten Figuren der hinduistischen Mythologie. Auch soll er Schulkameraden damit verblüfft haben, daß er wie aus dem Nichts Früchte und Geschenke materialisierte. Sai Baba versteht sich als Purna-Avatar, das heißt vollkommene Verkörperung des Formlos-Absoluten, des Göttlichen auf Erden. Ein Avatar („Herabgekommener“) wird in der indischen Philosophie als ein zum Wohl der Menschen, als Mensch inkarnierter Gott beschrieben, dessen Aufgabe darin bestehe, die göttliche Weltordnung, den Dharma, wiederherzustellen. Er gilt als allwissend, allmächtig und allgegenwärtig. Sai Baba stellt sich in den Zusammenhang eines „avatarischen Entwurfs“, einer Abfolge von drei Inkarnationen. Er selbst sei bereits eine Wiederverkörperung von Shirdi Sai Baba, der 1835 in Pathri geboren wurde und 1918 im westindischen Shirdi starb und von Hindus und Muslimen gleichermaßen als Heiliger verehrt wird. Nach anfänglicher Ablehnung seiner Behauptungen stieg die Zahl der Anhänger bald rasch an, und der ehemals kleine Versammlungsort wuchs in den vergangenen Jahren zu einem riesigen Komplex an, bestehend aus Schulen, einer Universität, einem Museum, einem Krankenhaus und Wohnanlagen für die Besucher. Jährlich strömen zehntausende von Gläubigen nach Prashanti Nilayam, wobei das entscheidende Ereignis für die Anhänger Sathya Sai Babas der tägliche Darshan ist. Sai Baba fühlt sich allen Weltreligionen verbunden und betont vor allem die Bedeutung von Einsicht, Liebe und Toleranz.

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Maharishi Mahesh Yogi

Maharishi Mahesh Yogi (Ind)

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Maharishi Mahesh Yogigeboren 1915, erlangte als spiritueller Lehrer der Beatles über Nacht Weltberühmtheit. Ohne Geld und Rückflugticket kam er 1959 in die USA. Dafür brachte er als Vermächtnis seines Lehrers Swami Brahmananda Saraswati, dessen Schüler er nach Beendigung seines Physik- und Mathematikstudiums in Allahabad 13 Jahre lang gewesen war, die Transzendentale Meditation mit. Diese Technik wurde von der Tradition der Vedischen Meister Indiens mündlich überliefert. Maharishi vervielfältigte sich durch die von ihm ausgebildeten Meditationslehrer, um sein Ziel, die geistige Erneuerung der Welt, in dieser Generation zu erreichen. 1971 wurde die erste Maharishi-Universität in den USA gegründet, 1975 die zweite in der Schweiz. Seit 1976 lehrt Maharishi zusätzlich das TM-Siddhi-Programm. Da die Politiker seine Bewusstseinstechnologien zur Reduzierung von Stress nicht einführten, inspirierte Maharishi seit 1992 die Gründung der „Naturgesetzparteien“ in 60 Ländern. Maharishi bemüht sich um die Belebung der alten Veden, beispielsweise den Ayur-Veda, das älteste vorbeugeorientierte Gesundheitssystem der Welt und den Sthapatya-Veda, das Wissen um Wohnraum, der die Lebensenergie so schützt, dass Gesundheit und Erleuchtung leichter möglich sind. Maharishi, mittlerweile über 80 Jahre alt, lebt seit 1992 in Holland und führt immer noch ein arbeitsames Leben. Seine Botschaft: „Die Natur des Lebens ist Glückseligkeit, jedermann ist zur Freude geboren“.

Krishnamurti (Ind)

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Krishnamurti, Jiddhu wurde am 12. Mai 1895 als achter Sohn einer Brahmanenfamilie in Madanapalle geboren, einem kleinen Ort der südindischen Provinz Andhra Pradesh. Sein Name ist von Shri Krishna abgeleitet, einer göttlichen Inkarnation des Hinduglaubens. Krisha war selbst der Achtgeborene seiner Eltern. Krishnamurti kam schon sehr jung nach Adyar, dem Hauptsitz der Theosophischen Gesellschaft. Seine persönliche Ausstrahlung und sein verhaltenes Wesen beeindruckten seine Lehrmeister so stark, daß sie bereits 1911 für ihn den „Order of the Star of the East“ gründeten und den Sechzehnjährigen zum Haupt dieses Ordens machten.

Die Jahre vergingen für ihn lernend, reisend, lehrend bis zu jenen Tagen der Stille, da eine innere Verwandlung ihn von jeder Bindung löste und er folgerichtig den Orden am 3. August 1929 auflöste, was für die Theosophen eine Katastrophe war. Krishnamurti verkündigte damals der Welt, daß die Wahrheit ein pfadloses Land sei, grenzenlos, dem man sich nicht durch irgendeine festgelegte Religion nähern könne. Sein einziges Interesse bestand darin, „den Menschen absolut, unbedingt frei zu machen“.

Lexikon von www.connection-media.de

Franz von Assisi

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Franz von Assisi wurde 1181 oder 1182 als Sohn reicher Kaufleute geboren. In der Taufe erhielt er den Namen Giovanni (Johannes). Doch da sein Vater Pietro Bernadone, ein Tuchgroßhändler, enge Handelskontakte zu Frankreich unterhielt und auch sonst die französische Kultur und Lebensart liebte, nannte er seinen Sohn „Francesco“.

Dieser sollte zunächst in die Fußstapfen seines Vaters treten und das elterliche Unternehmen übernehmen. So besuchte Franz die Kathedralschule zu Assisi, lernte Französisch und Latein und war ansonsten ein ganz normaler junger Mann. Er genoß das Leben eines privilegierten Sohnes aus reichem Hause, trieb sich mit Gleichgesinnten in den Gassen von Assisi herum und träumte davon, Ritter zu werden.

Dieser Plan scheiterte jedoch kläglich. Zusammen mit den übrigen jungen Männern seiner Heimatstadt war er in den Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia gezogen. Statt des erhofften Ruhms und der ersehnten Ehre, geriet er jedoch in Gefangenschaft und wurde krank. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Assisi wußte Franz nicht mehr, was er mit seinem Leben anfangen sollte. Er steckte in einer Lebenskrise. So vernachlässigte er immer mehr seine Aufgaben im elterlichen Geschäft. Einige Male verschenkte er teuere Stoffe an Arme und Bedürftige. Dies forderte den Zorn seines Vaters heraus. 1206 kam es schließlich zum endgültigen Bruch: Vor den Augen des Bischofs und des Volkes von Assissi zog er seine Kleider aus und gab sie dem Vater zurück.

Nun begann für ihn ein neues Leben: Er kleidete sich mit einem einfachen Büßergewand aus brauner Wolle und zog sich in einsame Höhlen und abgelegene, zerfallene Kapellen zurück. Eines Tages hörte er die Stimme Jesu, als er vor einem Kreuz betete: „Franziskus, geh hin und stelle mein Haus wieder her!“ Daraufhin begann Franz verfallene Kapellen zu renovieren, da er die Aufforderung zunächst wörtlich verstand.

1209 hörte er in der kleinen Kapelle von Portiunkula das Evangelium von der Aussendung der Jünger. Dies war Anstoß für ihn unter die Leute zu gehen und zu predigen. Bald scharten sich die ersten Gefährten um ihn. Die „minderen Brüder“, wie sie sich nun nannten, zogen als Wanderprediger umher und arbeiteten bei den Leuten. Sie waren arm und fröhlich. Sie verkündeten den Frieden und die Frohe Botschaft Gottes – mehr durch ihr Leben als durch ihre Worte.

Im Jahr 1212 schließt sich Klara, eine Tochter aus adeligem Hause, als erste Frau der Gruppe um Franziskus an. Zusammen mit anderen Frauen führt sie in San Damiano, einem kleinen Kloster außerhalb Assisis, ein zurückgezogenes Leben in Armut und Gebet. Aus dieser Gemeinschaft entwickelt sich später der Orden der Klarissen.

Im Laufe weniger Jahre wuchs die Brüderschaft aus einer kleinen Gruppe von 12 Freunden zu einer weit verbreiteten Gemeinschaft. An Pfingsten 1217 trafen sich die Brüder in Assisi und beschlossen, auch in Frankreich, Spanien und Deutschland kleine Niederlassungen zu gründen. Franziskus selber ging 1219, mitten in der Zeit der Kreuzzüge, zu den Sarazenen (Muslimen), um sich (vergeblich) für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen den verfeindeten Religionen einzusetzen.

Am 29. November 1223 bestätigte Papst Honorius III. endgültig die Lebensregel der Minderbrüder, die Franziskus zusammen mit einigen Vertrauten in einer Einsiedelei verfaßte.

Trotz vieler innerer und äußerer Leiden blieb Franziskus, trotz Krankheit und Erschöpfung, der Bruder „Immerfroh“. Von Schmerzen gepeinigt und den nahen Tod vor Augen dichtete er den Sonnengesang, eine Einladung an die Schöpfung zum Lobpreis Gottes.

Das Leben des „Poverello“, des Armen von Assisi, steht ganz in der Nachfolge des Gekreuzigten, dem er zeitlebens nachzueiferte. Wie kaum ein anderer wird er zum „zweiten Christus“. So sehr gleicht er schließlich seinem leidenden Herrn, daß er zwei Jahre vor seinem Tod als erster Mensch der Geschichte die Wundmale Jesu Christi empfängt.

1226, am Abend des 3. Oktobers, stirbt Franziskus an der der Geburtsstätte seiner Bruderschaft. Nackt, wie Gott ihn erschaffen hatte, wollte er auch sterben. So legten die versammelten Brüder ihn auf den Erdboden neben der Kapelle von Portiunkula. Dort tröstete er seine Brüder, betete zu Gott und aß zum letzten Mal die von ihm geliebten Mandelplätzchen einer Gönnerin, ehe er verschied.

Bereits knapp zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franziskus heiliggesprochen. Bald brachte man seinen Leichnam in die prächtige Doppelbasilika „San Francesco“, die man zu seiner Ehre am westlichen Stadtrand von Assisi errichtet hatte. Bis heute erfreut sich Franz von Assisi, über die Grenzen der Konfessionen, ja sogar über die Schranken der Religionen hinweg, einer ungeteilten Beliebtheit. Er gilt als Schutzpatron Italiens. Von Papst Johannes Paul II. wurde er zum Patron des Umweltschutzes ernannt und spätestens seit dem großen Friedensgebet mit Vertretern aller Weltreligionen 1986 in Assisi kann er auch als der „Heilige des Friedens“ gelten. In einer 1998 von der US-Zeitschrift Times durchgeführten Leser-Befragung errang Franz von Assisi den ersten Platz bei der Frage: „Wer ist der bedeutendste Mann dieses Jahrtausends?“ (Katholische Schule St Franziskus)

Plotin (Ägypten/Griechenland)

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Der griechische Philosoph Plotin wurde 205 in Lykopolis in Ägypten geboren. Er ging in Alexandria zur Schule und lernte dort alle wesentlichen religiösen und philosophischen Richtungen – ohne zu finden, wonach er suchte.

Erst durch die Bekanntschaft mit dem auf der Straße lebenden Mystiker Ammonius Sakkas fand er zum inneren Licht. Nach dessen Tod 242 begleitete er den römischen Kaiser Geordianus III. auf dessen Feldzug gegen Perser und Inder. Nach der Ermordung des Kaiser wandte Plotin sich nach Antiochia und Rom, wo er bis zu seinem Tode wirkte. Obwohl Plotin kein Christ war, beeinflusste seine Mystik die ersten Kirchenväter wie Gregor, Hironymus und Eusebios entscheidend – vor allem aber Augustinus.

Es wird berichtet, dass Plotin beim Sprechen von göttlicher Begeisterung erfasst und bisweilen durch helles Licht um seinen Kopf verklärt wurde.

„Wer den Weg der Vollendung betreten will, tue von sich alles, was er beim Abstieg in die Vergänglichkeit angenommen hat. Wenn er alles beiseite lässt, was nicht von Gott ist, wird er in der Abgeschiedenheit seines Ich zu dem gelangen, von dem alles ausgeht und zu dem alles zurückkehrt: zum Quell des Lichts, des Lebens und des Seins.

Das ist keine Reise, die man zu Fuss, zu Schiff oder mit dem Wagen machen kann; denn der Weg führt nach innen: schliesse deine Körperaugen, und öffne die Augen der Seele und sieh, in dich selbst versunken, dich an. Wenn du dich noch nicht göttlich schön findest, so tue was der Künstler tut, wenn er eine schöne Statue schaffen will: meissle und schneide weg, was hässlich ist, schäle die Umrisse reiner heraus, gib dir Mühe, so schön und licht wie möglich zu werden. Höre nicht auf an dir zu arbeiten, bis ein strahlend schönes Bild entstanden ist, bis aus dem innersten deines Wesens der göttliche Reichtum strahlt. Wenn du dieses vollkommene Werk geworden bist, kann dich nichts mehr an der Einswerdung mit dem Göttlichen hindern.“

Plotin verweist immer wieder auf den Weg der Kontemplation, der stillen Gottschau. Ihr Ziel, die Erleuchtung, könne jedoch nicht erzwungen werden. Wir können lediglich die Voraussetzungen dafür schaffen. Ihr Kommen aber ist ein Geschenk von oben. Und dennoch:

„In Wahrheit ist der Höchste uns aber immer nahe, strahlend. Wenn wir zu ihm erwachen, erkennen wir es, werden plötzlich emporgerissen und auf den Kamm der Woge des Geistes gehoben.“

Mit Materialien aus K.O. Schmidt: „In Dir ist das Licht“

Sokrates (Griechenland)

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Als gesichert kann angesehen werden, dass Sokrates als Sohn des Bildhauers Sophronikos und der Hebamme Phainarete in Athen geboren wurde. Er war mit Xanthippe verheiratet. Die verbreitete Ansicht, sie sei ein durch und durch zänkisches Weib gewesen, wird durch die Quellen nicht belegt. Aus dieser Ehe stammten drei Söhne. Sokrates hatte von seinen Eltern ein kleines Vermögen geerbt, das ihm und seiner Familie ein bescheidenes aber unabhängiges Auskommen ermöglichte.

Er nahm als Soldat an den Kämpfen von Potidaia (431-429), Delion (424) und Amphipolis (422) teil. Seine Tapferkeit und sein Mut werden von Platon und Xenophon erwähnt.

Laut seinem Schüler Xenophon nahm Sokrates schon sehr früh die Stimme Gottes in sich wahr und empfahl seinen Schülern ganz im Geiste des Pythagoras „rechtes Denken und rechtes Tun“. Er lebte einfach und soll stets in Kontakt mit geistigen Wesen gestanden haben. Er strahlte Optimismus und realistische Lebensbejahung aus, konnte sich durch Versenkung in die Meditation aber auch jederzeit Antworten auf seine Fragen holen. Es sind Situationen überliefert, wo er mitten im Gespräch mit seinen Freunden innehielt, um der Stimme in seinem Inneren („dem Daimon“) zu lauschen. Auf einem Kriegszug blieb er plötzlich mitten auf dem Weg stehen und verharrte unbeweglich einen ganzen Tag und eine ganze Nacht – Dann dankte er dem Morgen und ging weiter, an den erstaunten Gefährten vorbei.

Die Gottesstimme im Herzen kann laut Sokrates von jedem Menschen, der ein unverdorbenes Gemüt und echte Frömmigkeit besitzt, gehört werden. Für ihn ist jeder Mensch ein Träger des göttlichen Funkens, und das Leben insgesamt von Gott geführt. „Einem guten Menschen kann weder im Leben noch im Tod Böses widerfahren“, pflegte er zu sagen – wissend darum, dass erst unser Urteil über die Lebensumstände Böses entstehen lässt. Sein einziges Gebet war: „Gib mir, was für meine Seele gut ist“.

Sokrates schrieb Zeit seines Lebens kein einziges Wort; auch bekleidete er kein Amt. Im Gegenteil trat er gegen jene auf, die nicht aus ihrer inneren Stimme heraus führten und zerpflückte durch ständiges Hinterfragen das vermeintliche Wissen seiner Gegenüber. Dies, sowie sein offen zur Schau getragener Unglauben an die griechischen Götter, und der Verdacht im Geiste des Pythagoras zu stehen, trugen ihm eine Anklage wegen Ketzerei ein.

Sokrates hätte sein Leben retten können, wenn er bereit gewesen wäre, die Anklage als berechtigt anzuerkennen oder Athen zu verlassen. Dies tat er jedoch nicht, da sein Daimonion ihm keinen Anlass dazu gab und er die Flucht als Tat politischen Unrechts gegenüber dem Rat der Athener Bürger betrachtet hätte. Sokrates hielt die Wahrheit für wichtiger als sein Leben. Die Verhandlung und der Tod Sokrates sind in Platons Schriften Apologie, Kriton und Phaidon beschrieben.

Auch über seinen Tod hinaus haben sich viele Zitate Sokrates gehalten: Die bekanntesten sind wohl „Erkenne dich selbst“ und „Der Mensch handelt schlecht, wenn er das Gute nicht weiß“. Das bekannteste seiner Zitate ist aber „ich weiß, dass ich nichts weiß“ (griech. oida ouk eido). Aus seiner „Schule“ gingen viele bekannte Personen hervor, die in die Geschichte eingingen. Hierzu zählen unter anderem Platon, Euklid, Antisthenes, Aristipp, Xenophon, Alkibiades und Kritias.

Sein letztes Wort zum Gericht war: „Die Schwierigkeit im Leben ist nicht, wie man den Tod vermeidet, sondern, wie man das Böse meidet, denn es läuft schneller als der Tod. Bei der Verkündung eures Urteils hat mir meine innere Stimme nicht gesagt, dass mir etwas übles widerfahren werde. Daraus geht hervor, dass jene, die den Tod für ein Unglück halten, sich im Irrtum befinden. Für den Weisen ist der Tod nur die Fortsetzung des Lebens – in Gemeinschaft mit den Seelen der zur Wirklichkeit erwachten“

Er stirbt gelassen, in einer Gefängniszelle im Kreise seiner Schüler, die er noch bis zuletzt lehrt und zum positiven Glauben ermahnt – in felsenfester Gewissheit, nach dem Tod „in die Gemeinschaft guter und weiser Götter zu kommen.“

Aus Wikipedia.org und K.O. Schmidt: „In Dir ist das Licht“

Zarathustra Sohn des Lichts

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Zarathustra oder, in der griechischen Namensform, Zoroaster, war ein altiranischer Priester und Prophet. Sein möglicher Geburtsort bzw. seine Wirkungsstätte wird mittlerweile auf drei Gebiete beschränkt. Einmal die Gegend um Baktra (Baktrien), zum Zweiten die Gegend um Sistan und zum Dritten in der Gegend des Urmia-Sees (Medien). Über seine Lebenszeit herrscht bis heute keine Einigkeit in der Forschung. Seine Geburt liegt irgendwann zwischen 1800 und 568 v. Chr. Zarathustra schuf das neue Weltbild des Zoroastrismus (auch Mazdaismus oder Parsismus genannt). Es gibt heute weltweit etwa 120.000 Mitglieder dieser Religion, die meisten in Indien.

Zarathustras Gottesdienst bestand in jeglicher Ablehnung von Opferhandlungen. Die Andachtshandlungen wurden im Freien abgehalten, bei denen der Priester um einen Feuer-Altar mit erhobenen Händen die Lobpreisungen sang.

Nach der Überlieferung des islamischen Gelehrten al-Biruni erwachte Zarathustra nach jahrelangen Meditationen auf dem Gipfel des Ushidarena plötzlich zum kosmischen Bewusstsein und tritt von da an als Reformator und Künder des neuen Licht-Glaubens auf.

Er nannte seine Botschaft die „reine Lehre“. Reinheit innen und außen blieb bis heute das Kennwort des Parismus. Zarathustra begab sich zurück in die Hauptstadt Baktra und überzeugte dort den König Vishtaspa von seiner Botschaft. Dieser half ihm daraufhin, den Glauben an den einen Gottgeist im ganzen Land zu verbreiten. Der Lichtglaube Zarathustras ist eine Frohbotschaft von der göttlichen Reinheit und Unsterblichkeit der Seele. Rechtes Denken, Reden und Tun reinigen die Seele, erlösen vom Bösen und führen zu Glückseligkeit. Erst der Sieg der Araber entwurzelte den alten Mazda-Glauben der Perser zugunsten des Islam.

„Ich preise die wohl gedachten, wohl gesprochenen, wohl ausgeführten guten Gedanken, guten Worte und guten Werke! Ich strebe nach rechtem Denken, rechtem Reden, rechtem Tun! Ich verehre Dich, Geist des Lichts, mit all deinen Gedanken, Worten und Werken und mit gläubigem Herzen! Ich strebe, dem Bösen zu wehren, das Gute zu mehren und Heil zu wirken! Gib, Geist des Lebens, dass ich ewig im Schutze Deiner Gerechtigkeit und Reinheit lebe! Dein Wille sei meines Wirkens Gesetz!“ (aus der Avesta, Weisheitslehre Zarathustras)

Mit Materialien aus www.wikipedia.org und K.O. Schmidt: „In Dir ist das Licht“

Krishna

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Der indische Religions-Stifter Bhagavan Sri Krishna wurde nach der Chronologie der Brahmanan im Jahr 3000 vor Christus im Norden Indiens geboren. Der Legende nach wurde er vom Geist Gottes gezeugt und von der jungfräulichen Devaki, Schwester von König Kamsa, geboren. Mit 16 wurde er auf einem Berggipfel verklärt – nach seiner Rückkehr zog er heilend und lehrend durch ganz Indien. Er verkündete die Lehre von der Liebe und den guten Taten, und sprach häufig in Gleichnissen.

„Wenn wir sterben, bleibt unser Reichtum im Hause. Unsere Verwandten und Freunde begleiten uns noch bis zum Grabe. Aber unsere Tugenden und Fehler, unsere guten Werke und unsere Mängel folgen uns in das andere Leben nach. Darum sei unser Trachten auf Gutsein und Guttun gerichtet“

Nach Verkündung der Botschaft an das ganze Volk zog sich Krishna, der seinen nahenden Tod vorhergesagt hatt, sich für sieben Tage in die Einsamkeit zurück und wurde dort, im Zustand des Entrücktseins, durch Söldner des König Kamsa getötet. Er starb mit den Worten: „Es ist vollbracht.“ Krishnas Leben und Lehre ist in der Bhagavad Gita überliefert.

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