Gehe in die Sauna oder in ein Dampfbad. Entspanne dich bewusst, lausche in deinen Körper. Schwitze.

Bleib ruhig ein wenig länger, aber übertreib es nicht. Hör auf deine innere Stimme wann genug ist.

Dusch dich ab, wenn du willst kalt, marschiere durchs Gras oder Schnee (falls vorhanden).

Dann leg dich mit Handtüchern/Decken eingewickelt auf eine Liege und träume/entspanne/meditiere.

Trinke vorher und nachher viel Wasser.

Wenn du Gelegenheit hast, an einem echten Schwitzhüttenritual mitzuwirken, tue es!

Üblicherweise wird dabei zuerst die Schwitzhütte gebaut, indem man Äste zu einem runden Zeltgestell zusammenbiegt, und dann mit dicken Decken bedeckt, sowie den Boden mit Stroh oder Blättern auslegt. In der Mitte der Hütte wird ein Loch gegraben, das später die heißen Steine aufnehmen wird.

Dann wird Feuerholz gesammelt und östlich oder südlich der Schitzhütte im Abstand von ca 5-10 Metern aufgetürmt. Obenauf auf das Holz werden große, feste Steine gelegt. Das Feuer wird vom Feuermeister (der an der Schwitzzeremonie nicht teilnimmt) mit einem gemeinsamen Leitgedanken der Gruppe entzündet, während des Abbrennes kann gesungen, oder kleinere Rituale abgehalten werden.

Sobald das Feuer herabgebrannt ist, begeben sich die Teilnehmer in das Innere der Schwitzhütte. Der Feuermeister schiebt nun mit Schwung die glühenden Steine nach Innen in das Loch, die Außenhaut wird geschlossen. Die Teilnehmer bleiben nun für 3 x 30 Minuten in der Hütte und gießen gelegentlich Wasser über die heißen Steine. Dazwischen verlassen sie die Hütte 2 mal kurz für je 10 Minuten Erholungs-, Trink- und Duschpause. Während der 30 minütigen Schwitzphase darf niemand die Hütte verlassen, ausgenommen echte Notfälle.

Während des Schwitzens kann man Vorstellungsrunden abhalten, Singen, kleine Rituale, Visionen empfangen. Der Fokus bleibt auf der Beobachtung des Körperempfindens und Ausdehnung der Bewusstheit. Durch das gemeinsam aufgebaute Feld bleiben die Teilnehmer geschützt, selbst wenn sie Schmerzen und ihre körperlichen Grenzen fühlen. Die Teilnehmer dürfen sich geborgen und herausgefordert fühlen wie ein Baby, das kurz vor der Geburt und dem Abenteuer des Lebens steht.

In der Entspannungsphase danach wird ein ruhiger, sicherer, windgeschützter Ort aufgesucht. Die Teilnehmer wickeln sich in Decken und träumen/entspannen/meditieren.

Hintergrund & Wirkung:

Das Schwitzhütten-/Sauna- Ritual verbindet 3 wesentliche Elemente: Die Höhle/Sauna/Schwitzzelt und deren Boden als Erde, die erhitzten Steine als Feuer, sowie Schweiss und Aufguß als Wasser. Es ist ein Symbol der Verbindung von Himmel (Feuer) und Erde (Schwitzloch), sowie der Wiedergeburt. Die Entspannungsphase nach dem körperlich anstrengenden Schwitzen ist sehr tief und kann für den Empfang neuer Visionen genutzt werden. Durch das Schwitzen wird der Körper stark gereinigt und von Giftstoffen befreit.