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Die chinesisch/japanische, sowie die indisch/tibetische Medizin beschreibt seit vielen Jahrhunderten die Bahnen, in denen die Prana-Energie vermeintlich verläuft. Diese Meridiane (chinesisch) oder Nadis (indisch) laufen quer durch den ganzen Körper und scheinen unsere lebenswichtigen Organe mit Lebensenergie zu versorgen (siehe Abbildung). Ihre Anzahl wird in historischen indischen und tibetischen Texten mit bis zu 350.000 angegeben, die in 14 größere Kanäle münden. Die Hauptkanäle werden in Indien als Sushumna, Ida und Pingala bezeichnet.
Bestimmte Punkte dürften als Konzentrator bzw. Weiche für Energie fungieren. Wenn man sie drückt, sticht, erwärmt oder auf andere Weise reizt (Hand, Gedanken), bewirken sie physische und psychische Reaktionen im Körper. Dieses Wissen benutzen die bereits anerkannten Therapieformen der Akupunktur und Akupressur. Bei beiden Methoden werden bewiesenermaßen durch Drücken oder Stecken dieser Energiepunkte Heilungsprozesse in Gang gesetzt. Ich will allerdings betonen, dass es diese Energiepunkte physisch nicht gibt! Schneidet man einen Menschen auf, so findet man an diesen Stellen keine physische Entsprechung.
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