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Das Judentum ist eine monotheistische Religion, dessen Gott auch als der 'Gott Israels' bezeichnet wird. Dieser Gott wird als Schöpfer des Universums angesehen, der auch heute noch aktiv in der Welt eingreift (Theismus). Einige wenige jüdische Philosophen des Mittelalters (Gersonides, Abraham Ibn Daud), beeinflusst durch die Kabbala und Neu-Aristotelismus, und der Neuzeit (Harold Kushner) (insbesondere nach dem Holocaust) tendieren allerdings zu einer eher distanzierten Position dieses Gottes (Deismus).
Unabhängig von dieser Unterscheidung wird der Gott des Judentums als ontologisch wirklich angesehen, und nicht als eine menschliche Vorstellung ('anthropogener Gott'). Der bedeutende jüdische Gelehrte Maimonides hat diese Gedankengänge in seinen Werken entwickelt.
Das Judentum gründet sich auf die im Tanach enthaltenen Schriften. Der Tanach entspricht dem Alten Testament der christlichen Bibel. Daneben sind der Talmud (genau genommen gibt es zwei) und die Mishna wichtige Schriften des Judentums.
Im Gegensatz zum Christentum und zum Islam ist das Judentum eine Religion, die keinen Missionierungsauftrag hat. Grund hierfür ist, dass nach jüdischer Ansicht auch Angehörige anderer Religionen Anteil am Leben nach dem Tode nehmen, wenn sie ein ethisches Leben geführt haben. Obwohl ein Übertritt zum Judentum möglich ist, wird man normalerweise Jude durch Geburt. Dabei ist es Voraussetzung, dass die Mutter jüdisch ist - das Judentum wird insofern vererbt. Diese enge Verbindung von Religion und Volkszugehörigkeit zeichnet das Judentum im Besonderen aus.
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