StartseiteEnergiewesen MenschEnergie-ÜbungenMystikerKraftplätzeDownloadsBuch
Sufismus
Christentum
Islam
Buddhismus
Schamanismus
Judentum
Hinduismus





Osho

„Rajneesh“ Chandra Mohan Jain wurde am 11. Dezember 1931 in Kuchwada, einem kleinen Dorf in Madhya Pradesh (Indien), als ältestes von elf Kindern eines Tuchhändlers geboren und die ersten sieben Jahre von seinen Großeltern aufgezogen. Rajneesh wurde durch den Tod des Großvaters und seiner Kusine früh mit dem Tod konfrontiert, seine späten Teenagerjahre waren von Melancholie, Depressionen und chronischen Kopfschmerzen geprägt. Er lief in dieser Zeit täglich 15 bis 25 km und meditierte oft bis zur völligen Erschöpfung.



Als Jugendlicher wurde er Atheist, interessierte sich für Hypnose und engagierte sich vorübergehend für Kommunismus, Sozialismus und nationalistische Bewegungen. Im Alter von neunzehn Jahren begann er Philosophie am Hitkarini College in Jabalpur zu studieren. Wegen heftiger Streitereien mit einem Lehrer musste er das College verlassen und wechselte darauf zum D. N. Jain College, ebenfalls in Jabalpur. Noch während seines Studiums hatte er in Jabalpur am 21. März 1953 beim Meditieren im Bhanvartal-Park in einer Vollmondnacht eine außergewöhnliche Erfahrung, in der er sich von Glückseligkeit überwältigt fühlte – eine Erfahrung, die er später als seine spirituelle Erleuchtung beschrieb.

Ab den 1960er Jahren unternahm Rajneesh ausgedehnte Vortragsreisen durch Indien, in denen er Gandhi, den Sozialismus und den orthodoxen Hinduismus kritisierte: die brahminische Religion sei steril, alle politischen und religiösen Systeme seien falsch und heuchlerisch. Etwa um diese Zeit begann er, den Titel Acharya zu verwenden. 1966 gab er seine Lehrtätigkeit an der Universität auf und widmete sich von nun an ganz seiner Karriere als Redner und spiritueller Lehrer.

Er hatte eine charismatische Ausstrahlung, die selbst auf Menschen, die seinen Ansichten ablehnend gegenüberstanden, eine Faszination ausübte. Seine Reden brachten ihm bald loyale Anhänger, darunter eine Reihe wohlhabender Geschäftsleute. Er erteilte individuelle Lebensberatung und erhielt dafür Spenden – eine übliche Vorgehensweise in Indien. Mehrmals im Jahr leitete er Meditations-Camps mit aktiven, kathartischen Elementen, und es wurden erste Meditationszentren (Jivan Jagruti Kendras, Lebenserweckungszentren) gebildet.

Seine lockere Einstellung zu Liebe und Sexualität, und seine umfassende Religionskritik führten dazu, dass er in Indien und später auch international zum Teil heftig kritisiert wurde. Bei einer öffentlichen Meditationsveranstaltung in Bombay (heute Mumbai) präsentierte Acharya Rajneesh im Frühling 1970 erstmals seine Dynamische Meditation. In diesem Jahr begann er auch Schüler als Sannyasins zu initiieren. Die Entsagung und spirituelle Suche sollte eine lebensbejahende, feiernde sein, in dessen Mittelpunkt „der Tod von all dem, was du gestern warst“ stehen solle. Aufgegeben werden sollte dabei nur das, was den Menschen daran hinderte, ganz im jetzigen Moment zu leben. „In Sannyas initiiert zu werden“, so schrieb eine Biografin, „bedeutet, dass du erkannt hast, dass du nur ein Same bist, eine Potenzialität. Es ist eine Entscheidung, zu wachsen, eine Entscheidung, dich von all deinen Sicherheiten zu trennen und in Unsicherheit zu leben. Du bist bereit, einen Sprung ins Unbekannte, Ungewisse, Geheimnisvolle zu tun."

Im März 1974 zog Osho von Bombay nach Poona um, wo man einen Ashram aufbaute. Die Anzahl der Besucher aus dem Westen wuchs immer mehr an. 1981 verfügte der Ashram u. a. über seine eigene Bäckerei, Käseherstellung, Kosmetikartikelfertigung, Kleiderproduktion, Töpferei, Theatergesellschaft und auch ein eigenes Gesundheitszentrum mit über neunzig Mitarbeitern, darunter 21 Ärzte. Therapiegruppen waren bald ein wesentlicher Bestandteil des Ashram-Angebots und auch eine seiner größten Einnahmequellen. 1976 umfasste das Angebot 10 Therapien, darunter Encounter, Primal und Enlightenment Intensive, eine Gruppe, in der die Teilnehmer z. B. drei Tage lang versuchen mussten, die Frage „Wer bin ich?“ zu beantworten. In den folgenden Jahren stieg die Anzahl der angebotenen Therapieformen auf etwa achtzig.

Am 10. April 1981 trat Bhagwan nach einer Krankheit in eine Phase des Schweigens ein, und statt der täglichen Vorträge gab er nun Satsangs (stilles Zusammensitzen, mit kurzen Phasen von Lesungen aus verschiedenen Werken und Live-Musik). Etwa zur selben Zeit löste Ma Anand Sheela (Sheela Silverman) Laxmi als Bhagwans Sekretärin ab. Sheela kam zu dem Entschluss, dass Bhagwan, der zu dieser Zeit unter einem langwierigen und sehr schmerzhaften Bandscheibenproblem litt, zur Sicherstellung besserer medizinischer Behandlungsmöglichkeiten in die Vereinigten Staaten reisen sollte. Auf einer entlegenen Farm in Oregon entstand die neue Heimat der Osho-Gemeinde, die rasch anwuchs - und dadurch mit Behörden und Anrainern in Konflikt kam. Sheela und ihr leiteten die Ranch nach einem Bombenanschlag sehr autoritär, und glitten letztendlich in die Kriminalität ab. Ihnen wurden später Wahlbetrug und sogar Mord nachgewisen. 1985 wurde auch Osho verhaftet und ausgewiesen. Er kehrte nach einigen Weltreisen in den alten Ashram nach Puna zurück.

Der Weg zur authentischen religiösen Erfahrung liegt in seiner Lehre darin, das Leben als Ganzes anzunehmen, es in allen seinen Facetten zu lieben und täglich zu feiern. Jede wie auch immer geartete Tätigkeit könne dem inneren Wachstum dienen. Meditation bedeute dabei, ein Zeuge aller inneren Vorgänge zu sein, den Strom der Gedanken und Empfindungen an sich vorbeiziehen zu lassen, ohne sich weiter mit ihnen zu identifizieren. Auf diese Weise könne man ihre Vorläufigkeit erkennen und sein Gespür für die Realität hinter der rational oder sinnlich wahrnehmbaren, vergänglichen Welt schärfen. In dem Moment, wo der Meditierer nur noch Zeuge sei, erfahre er, wer er wirklich ist.

Jeder, der euch ein Glaubenssystem verkauft, ist euer Feind, denn das Glaubenssystem wird zu einer Barriere für eure Augen, ihr könnt die Wirklichkeit nicht sehen. Selbst der Wunsch, die Wahrheit zu finden, verschwindet. Aber am Anfang ist es bitter, wenn euch alle eure Glaubenssysteme weggenommen werden. Die Angst und Furcht, die ihr seit Jahrtausenden unterdrückt, die aber noch da ist, sehr lebendig ist, wird sofort wieder an die Oberfläche treten. Kein Gott kann sie zerstören, nur die Suche nach der Wirklichkeit und die Erfahrung der Wirklichkeit – nicht ein Glaube – kann alle eure Wunden heilen, euch zu ganzen Wesen machen. Und für mich ist der ganze Mensch der heilige Mensch.“

(Quelle: Wikipedia)





Druckbare Version

Augustinus
ImpressumSitemapDas Solnet Paket zum Top-PreisFernheilungEnergy Boost Meditationen