Mystiker

Laotse

0

chinesischer Philosoph, dem von der Überlieferung das taoistische Werk „Tao-te-king“ zugeschrieben wird, welches wahrscheinlich um 300 v. Chr. entstanden ist. Über seine Person finden sich nur widerspruchsvolle oder offensichtlich erfundene Angaben in der chinesischen Fachliteratur. Die Legende erzählt, dass Laotse von einem Lichtstrahl gezeugt wurde, als seine Mutter bereits 72 Jahre war. Sie gebar ihn unter einem Pflaumenbaum aus der Achselhöhle heraus. Schon bei seiner Geburt hatte er weiße Haare, konnte bereits sprechen und nahm den Namen des Baumes als Familiennamen an. Durch Zauberkünste verstand er sein Leben zu verlängern. Schließlich ritt er auf einem schwarzen Büffel nach Westen. Am Grenzpass bat ihn ein Wächter, seine Lehre aufzuzeichnen, worauf Laotse ein Buch von 5.000 Worten niederschrieb, dem Wächter gab und verschwand. Das Buch besteht aus 81 kurzen, teilweise gereimten Abschnitten. Die Sprüche kreisen um das „Tao“, den Weltgrund, der sich in Natur- und Menschenleben äußert, und das „Te“, die ausstrahlende Kraft, die der Weise aus betrachtender Versenkung in das Tao schöpfen kann. [...] 

Hermes Trismegistus (Thoth)

0

Der Ägypter Hermes Trismegistos dürfte zu Beginn des alten Reiches (3400-2100 v. Chr.) gelebt und gewirkt haben. Zu den von ihm begründeten Wissenschaften gehören neben der Mathematik, der Astronomie, der Physik und Medizin auch die Alchemie. Ihm werden insgesamt 42 Schriften zugeschrieben – in einer davon wird sein Erwachen zum Kosmischen Bewußtsein beschrieben: Nach langer Meditation über Wesen und Ursprung des Seins zeigte sich ihm das Auge des Geistes in gleißendem Licht und tiefer Dunkelheit, und ihm wurde die Entstehung allen Lebens vor Augen geführt. Nach dieser Erfahrung begann er, den Menschen die Botschaft von der Befreiung durch Gotthingabe zu verkünden. [...] 

Gangaji

2

Antoinette Varner wurde 1942 in Texas geboren und wuchs in Mississippi auf. 1964 machte sie ihren Abschluß an der Universität von Mississippi, heiratete und gebar eine Tochter. 1972 zog sie nach San Francisco, und begann tiefere Ebenen ihres Seins zu erforschen. In ihrer persönlichen Suche nach der Wahrheit beschritt Gangaji einen langen spirituellen Weg. Sie legte das Gelübde eines Boddhisattva ab, praktizierte Zen und Vipassana Meditation und half bei der Führung eines tibetisch-buddhistischen Meditationscenters. [...] 

Osho

0

„Rajneesh“ Chandra Mohan Jain wurde am 11. Dezember 1931 in Kuchwada, einem kleinen Dorf in Madhya Pradesh (Indien), als ältestes von elf Kindern eines Tuchhändlers geboren und die ersten sieben Jahre von seinen Großeltern aufgezogen. Rajneesh wurde durch den Tod des Großvaters und seiner Kusine früh mit dem Tod konfrontiert, seine späten Teenagerjahre waren von Melancholie, Depressionen und chronischen Kopfschmerzen geprägt. Er lief in dieser Zeit täglich 15 bis 25 km und meditierte oft bis zur völligen Erschöpfung. [...] 

Sri Chinmoy

0

wurde 1931 in eine wohlhabende, religiöse Familie Ostbengalens geboren. Seine sechs Geschwister traten allesamt in den Ashram Sri Aurobindos in Pondicherry ein, wohin der 12jährige Chinmoy ihnen nach dem Tod der Eltern folgte. Nach einigen Wochen, die er mit Arbeit in der Ashram Küche zugebracht hatte, erlebte er das Nirvikalpa-Samadhi, die Erfahrung des Absoluten, welche ihm bewußt machte, daß er schon in einer früheren Existenz ein Yogi mit einem hohen Grad innerer Verwirklichung und Erkenntnis war. [...] 

Georg Gurdjieff

0

Georg Gurdjieff begab sich Ende des 19. Jahrhunderts auf der Suche nach altem, magischem Wissen nach Zentralasien und wurde dort in die verschiedenen Traditionen eingeweiht. Als Gurdjieff in den Westen zurückkehrte, gründete er dort eine eigene Schule und in Fontainebleau das »Institut zur Harmonischen Entwicklung der Menschen«, in dem verschiedene Übungen und Tänze aus der Derwisch-Tradition gelehrt wurden. Sein Ziel war es, die Menschen aus ihrem unnatürlichen »Schlafzustand« aufzuwecken. In fast allen größeren deutschen Städ-ten gibt es heute Gurdjieff-Übungsgruppen, denen sich Interessierte anschließen können. [...] 

Ibn Arabi

0

Ibn Arabi (gest. 1240), beschreibt den ganzen Kosmos als von Gott geschaffen, um sich seiner selbst bewusst zu werden. So wie sich Gott der Welt zugeneigt hat, strebt die ganze Schöpfung, jedes Mineral, jedes Tier, jeder Dschinn, jeder Mensch und jeder Engel nach Gott, um an seinem umfassenden Bewusstsein teilzuhaben. Gott lässt sich darum weniger in der äußeren Schöpfung finden, sondern muss im Inneren, im Meer der Seele ergründet werden. Jede Kultur, jede Religion bietet für den einzelnen Menschen Wege, durch die sich das Göttliche offenbaren kann. Im Sufismus geht es nicht darum, religiöse Traditionen aufrecht zu erhalten, sondern darum, in Gott zu verschmelzen. Die Sufi-Erfahrung liegt letztendlich jenseits aller Worte. (Georges Shanteem) [...] 

Suhrawardi

0

Zahlreiche islamische Mystiker greifen in ihren Lehren auf Kosmologien vorislamischer Schulen zurück. So zum Beispiel der 1234 als Ketzer hingerichtete Suhra-wardi. Er schuf eine Koraninterpretation, der zufolge wir Menschen Lichtwesen sind, die durch mehrere geistige Welten von unserem Schöpfer getrennt sind. Nun gilt es, sich auf die gefahrvolle Wanderung durch diese Welten zu begeben, um zu unserer wahren Heimat zurückzufinden. (Georges Shanteem) [...] 

Al Ghazali

0

Ein wichtiger Vertreter des Sufismus ist al-Ghazali (* um 1058, gest. 1111), auch er ein Perser, der einer der ersten war, der seine Ideen zu einem mystischen System ordnete. Dieser größte sunnitische Theologe gliederte das System der gemäßigten Mystik des Sufismus in den orthodoxen Islam ein. Der ursprüngliche Rechtsgelehrte erkannte eines Tages, dass er nur durch eine der Welt entsagende Lebensweise wirklich zu Gott finden könne. Er gab deshalb seinen Lehrstuhl an der Universität in Bagdad auf, um als wandernder Derwisch viele Jahre in der Abgeschiedenheit zu verbringen. Er hinterließ der Welt zahlreiche religiöse und spirituelle Schriften und schaffte es sogar, für eine Zeit lang die Orthodoxie mit dem Sufismus ein wenig zu versöhnen und beide Systeme aneinander anzunähern. Durch Abmilderung des radikalen Asketismus der frühen Sufis und Systematisierung des sufistischen Gedankenguts trug al-Ghazali maßgeblich zur allgemeinen Anerkennung des Sufismus im Islam bei. Er lehnte eine starre Dogmatik ab und lehrte den Weg zu einem Gottesbewusstsein, das aus dem Herzen entspringt. Ein zentraler Punkt bei al-Ghazali ist die Arbeit am „feinstofflichen Herzen“. Der Lehre al-Ghazalis gemäß besitzen die Menschen in ihrer Brust ein „feinstoffliches Herz“, das in der Welt der Engel beheimatet ist. Dieses Organ ist in der grobstofflichen Welt im Asyl und weist den Menschen den Weg ins Paradies zurück. [...] 

Jaladin Rubi

0

Der im zwölften Jahrhundert im heutigen Afghanistan geborene Jalaludin Rumi gilt als einer der größten Sufi-Heiligen überhaupt. Das Matnawi, sein Hauptwerk, ein mystisches Doppelreimgedicht mit über 25.000 Versen, ist von so großer Kraft, dass seine Re-zitation die Menschen in eine eigentümliche Begeisterung versetzt. Der Mensch, sagt Rumi, ist in bestimmten Konditionierungen gefangen, die er auf seinem Weg zu Gott durchbrechen muss. In zahlreichen Gleihnissen und Bildern gibt Rumi Einblick in die mystischen Erfahrungen und nennt auch immer wieder Übungen und Spiele, mit denen die Menschen selbst in diese Zustände eintreten können. (Georges Shanteem) [...] 

Go to Top