chinesischer Philosoph, dem von der Überlieferung das taoistische Werk „Tao-te-king“ zugeschrieben wird, welches wahrscheinlich um 300 v. Chr. entstanden ist. Über seine Person finden sich nur widerspruchsvolle oder offensichtlich erfundene Angaben in der chinesischen Fachliteratur. Die Legende erzählt, dass Laotse von einem Lichtstrahl gezeugt wurde, als seine Mutter bereits 72 Jahre war. Sie gebar ihn unter einem Pflaumenbaum aus der Achselhöhle heraus. Schon bei seiner Geburt hatte er weiße Haare, konnte bereits sprechen und nahm den Namen des Baumes als Familiennamen an. Durch Zauberkünste verstand er sein Leben zu verlängern. Schließlich ritt er auf einem schwarzen Büffel nach Westen. Am Grenzpass bat ihn ein Wächter, seine Lehre aufzuzeichnen, worauf Laotse ein Buch von 5.000 Worten niederschrieb, dem Wächter gab und verschwand. Das Buch besteht aus 81 kurzen, teilweise gereimten Abschnitten. Die Sprüche kreisen um das „Tao“, den Weltgrund, der sich in Natur- und Menschenleben äußert, und das „Te“, die ausstrahlende Kraft, die der Weise aus betrachtender Versenkung in das Tao schöpfen kann.

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