Zarathustra oder, in der griechischen Namensform, Zoroaster, war ein altiranischer Priester und Prophet. Sein möglicher Geburtsort bzw. seine Wirkungsstätte wird mittlerweile auf drei Gebiete beschränkt. Einmal die Gegend um Baktra (Baktrien), zum Zweiten die Gegend um Sistan und zum Dritten in der Gegend des Urmia-Sees (Medien). Über seine Lebenszeit herrscht bis heute keine Einigkeit in der Forschung. Seine Geburt liegt irgendwann zwischen 1800 und 568 v. Chr. Zarathustra schuf das neue Weltbild des Zoroastrismus (auch Mazdaismus oder Parsismus genannt). Es gibt heute weltweit etwa 120.000 Mitglieder dieser Religion, die meisten in Indien.

Zarathustras Gottesdienst bestand in jeglicher Ablehnung von Opferhandlungen. Die Andachtshandlungen wurden im Freien abgehalten, bei denen der Priester um einen Feuer-Altar mit erhobenen Händen die Lobpreisungen sang.

Nach der Überlieferung des islamischen Gelehrten al-Biruni erwachte Zarathustra nach jahrelangen Meditationen auf dem Gipfel des Ushidarena plötzlich zum kosmischen Bewusstsein und tritt von da an als Reformator und Künder des neuen Licht-Glaubens auf.

Er nannte seine Botschaft die „reine Lehre“. Reinheit innen und außen blieb bis heute das Kennwort des Parismus. Zarathustra begab sich zurück in die Hauptstadt Baktra und überzeugte dort den König Vishtaspa von seiner Botschaft. Dieser half ihm daraufhin, den Glauben an den einen Gottgeist im ganzen Land zu verbreiten. Der Lichtglaube Zarathustras ist eine Frohbotschaft von der göttlichen Reinheit und Unsterblichkeit der Seele. Rechtes Denken, Reden und Tun reinigen die Seele, erlösen vom Bösen und führen zu Glückseligkeit. Erst der Sieg der Araber entwurzelte den alten Mazda-Glauben der Perser zugunsten des Islam.

„Ich preise die wohl gedachten, wohl gesprochenen, wohl ausgeführten guten Gedanken, guten Worte und guten Werke! Ich strebe nach rechtem Denken, rechtem Reden, rechtem Tun! Ich verehre Dich, Geist des Lichts, mit all deinen Gedanken, Worten und Werken und mit gläubigem Herzen! Ich strebe, dem Bösen zu wehren, das Gute zu mehren und Heil zu wirken! Gib, Geist des Lebens, dass ich ewig im Schutze Deiner Gerechtigkeit und Reinheit lebe! Dein Wille sei meines Wirkens Gesetz!“ (aus der Avesta, Weisheitslehre Zarathustras)

Mit Materialien aus www.wikipedia.org und K.O. Schmidt: „In Dir ist das Licht“

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