Öffne dich der göttlichen Energie als Kanal – am besten legst du dabei deine Hand auf’s Herz – und lass Energie zu der anderen Person fliessen. Wenn Du in energetischer Heilung nicht geschult bist, macht das nichts. Die Energie findet auch so zum richtigen Platz.

Hintergrund & Wirkung

Dem Channeln von Energie liegt die Annahme zugrunde, dass wir über Kopf und Füße in einen göttlichen Energiefluss eingebunden sind. Wir können diesen Energiestrom durch unseren Willen lenken. Wenn wir daran denken, dass die Energie durch uns fließt, beginnt sie das auch tatsächlich zu tun. Wir werden dadurch zu einem Kanal (Channel) göttlicher Energie. Der Unterschied zum Punkt „Körperübungen“ liegt darin, dass wir bei den Körperübungen Energie in uns unspezifisch zum Fliessen bringen, während wir beim Channeling Energie bewusst übertragen. Die meisten Menschen spüren das Fliessen von Energie als Wärme. Andere als Kribbeln, oder einen unspezifischen Druck. Energie kann auch durch uns auf andere Menschen übertragen werden. Dabei sollten wir folgende Punkte beachten:

1.

Die Übertragung von Energie ist in erster Linie ein spiritueller Prozess. Es ist angebracht, dies in einem Zustand der Offenheit, Dankbarkeit und Freude zu Gott, seinem inneren Selbst und dem Mitmenschen zu tun. Wer zornig oder krank ist, sollte keine Energie übertragen. Nicht wir sind es, die heilen, sondern die göttliche Energie, die durch uns fließt.

2.

Energie darf nur mit Zustimmung des anderen übertragen werden! Dies hat in erster Linie karmische Gründe: Da wir Menschen uns Krankheiten und bestimmte energetische Lebenssituationen ganz bewusst aussuchen um aus diesen zu lernen, kann ein unbedachter Eingriff fatale Folgen haben: Wir wischen das energetische Muster beiseite, ohne dass die Seele die gewünschten Erfahrungen machen konnte. Dieser Eingriff in den Freiraum einer anderen Seele wird in irgendeiner Form auch auf uns zurückfallen. Bevor du also vorschnell energetisch tätig wirst, befrage den Menschen persönlich oder noch besser sein höheres Selbst über deine Intuition, ob der Eingriff gestattet ist.

Neben dem obengenannten gibt es auch ganz praktische Gründe: Der andere könnte während einer energetischen Fern-Behandlung gerade bei einer Tätigkeit sein, die absolute Konzentration erfordert (ZB Autofahren).

3.

Empfänger: Wenn der Empfänger nicht an die Wirkung glaubt, oder seine Seele für eine Heilung nicht bereit ist, kann keine Heilung stattfinden. Als Hilfe kannst du ihn bitten, den Kopf zu senken und zu beten, an etwas Schönes zu denken und v.a. in seinen Körper zu horchen.

4.

Energie wird am effektivsten direkt in die Energiezentren (Chakren) übertragen. Von dort aus wird sie sofort an die benachbarten Organe weitergegeben. Zuerst also die betroffen Haupt-Chakras energetisieren, dann die Nebenchakren. Du kannst aber auch direkt Organe heilen. Die Absicht alleine reicht bereits aus. Das Auflegen der Hand hilft bei der Vorstellung.

Die Hand muss aber die Haut nicht berühren, sie kann auch im Abstand von ca 15 cm verbleiben. Üblicherweise streckt man die linke Hand mit der Handfläche nach oben aus, um die göttliche Heilenergie von oben aufzufangen. Sie läuft dann durch unser Herz über die andere Hand zum Patienten. Es gibt Geistheiler, welche die menschliche Anatomie so gut kennen, dass sie ZB auch direkt in die linke Herzklappe Energie übertragen können. Eine Visualisierung des Organs ist hilfreich, aber nicht notwendig. Alleine der Wunsch „Ich übertrage Energie in die Leber“ reicht bereits aus.

5.

Während der Energie-Übertragung haben der Empfangende und der Heiler oft Bilder oder Töne vor sich. Manchmal brechen im Empfangenden alte, sehr emotionale Erinnerungen auf.

6.

Während wir heilen, passiert auch mit uns etwas. Die Energie, die durch uns fließt, führt auch in uns zu Heilungsprozessen. Wir werden wahrhaftiger, offener und demütiger. Wir sollten auf uns gut Acht geben, uns sorgsam ernähren, bewegen und regelmäßig energetische Übungen betreiben.

7.

Üblicherweise tritt beim Empfänger zunächst eine kurze Phase der Erstverschlimmerung ein. Die Schmerzen werden zunächst stärker, klingen aber dann rasch ab und verschwinden. Dies kommt daher, dass der Körper durch den Zustrom frischer Energie zunächst wie ein alter Motor zu stottern beginnt, ehe er anspringt und die verbrauchte Energie ausstoßen und sich selbst heilen kann.

8.

Heilung muss nicht immer sofort eintreten, und nicht in dem Sinn, wie wir das vermuten. Oft führt das Verschwinden eines Schmerzes zum Auftauchen eines Neuen. Heilung ist nur dann effektiv, wenn der Patient auch seine Gedankenmuster und seine Lebensweise umstellt.

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