Partner-Übung (Mann/Frau)

Stellt euch in einigen Metern Entfernung einander gegenüber auf und öffnet euer Herz.

Schaut über den Partner hinaus und nehmt dort seine Eltern wahr, und all die Schicksale in seiner Familie, auch die schweren. Schaut beide mit Liebe dorthin.

Seht dann auch euch selbst dort in der Ferne hinter dem Partner.

Dieser Kraft, die hinter jedem von euch wirkt, übergebt ihr nun alles: eure Wünsche, eure Vorwürfe, und auch die Schuld; alles, was ihr noch bedauert. Schaut auf das was vorgefallen ist, etwas das weh getan hat vielleicht. Etwas, bei dem ihr euch schuldig fühlt, sogar sehr schuldig. Ihr schaut darüber hinaus in die Ferne und übergebt es der Bewegung der Liebe. Dort ist es aufgehoben, nur dort.

Nach einer Weile schaut ihr euch gegenseitig an.

Ihr sagt euch: „Jetzt darf es vorbei sein. Es ist woanders aufgehoben“

Schaut den Partner an und stimmt ihm zu, genau wie er ist – mit Liebe.

Ihr sagt euch: „Ich sage ja zu deiner Bestimmung und zu deinem Schicksal, wie es ist. Ich sage ja zu deiner Bestimmung und zu deinem Schicksal, was immer es mich auch kostet.“

Dann schaut ihr wieder hinter euch, und schaut auf die früheren Beziehungen des Partners, mit Liebe und mit Dank. Ihr sagt ihnen allen: Danke. Wir nehmen es mit in unsere gemeinsame Zukunft. Es hat uns für einander reicher gemacht.“ Auch das, was in diesen Beziehungen vielleicht schief gegangen ist, übergebt der Liebe des Geistes.

Und ihr übergebt auch sie der größeren Macht.

Schaut euch wieder gegenseitig an und lasst euch von der Bewegung des Geistes führen.

Stellt euch dann am besten neben einander. Statt auf den Partner zu schauen, schaut gemeinsam auf etwas anders. Zum Beispiel eure Kinder, oder auf sonst etwas, dem ihr gemeinsam dient.

Hintergund & Wirkung:

Das Gehen mit dem Geist hat etwas Schönes in sich, etwas Großes und Versöhnendes.

Keiner der Partner folgt dem anderen, beide folgen einer Bewegung des Geistes. Damit sind sie am innigsten miteinander verbunden und gleichzeitig frei.

Eine Paarbeziehung kann nur dann gelingen, wenn der Mann die Frau achtet, genau so wie sie ist, und die Frau den Mann achtet, genau so wie er ist. Die Zustimmung ist eine geistige Bewegung, sie macht den Partner sicher und frei.

„So wie du bist, bist du richtig für mich – so wie du bist, freue ich mich an dir.“ Diese Freude ist die schönste Zustimmung, und sie schließt auch die ganze Familie des Partners mit ein, mitsamt allen Schicksalen.

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