Halte Dir die Tage zwischen dem 25.12. und dem 6.1. als eine Zeit persönlichen Wachstums frei. Verbringe sie möglichst bewusst, fröhlich, feierlich, und in positivem Kontakt mit anderen Menschen. Schau auf deine Träume, halte inneres Erleben und Erkennen am besten schriftlich fest.
Verbringe die Tage in der Natur, mit Freunden, feiere, sei klar und fokussiert, gehe den Dingen auf den Grund und bringe alles was du tust, zu einem guten Ende.

Hintergrund & Wirkung

Rauhnächte (auch Raunacht oder Rauchnacht) sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im Brauchtum der Süd-Deutschen Gebiete besondere Bedeutung zugemessen wurde. Die zwölf Nächte sind jene zwischen dem Heiligen Abend (24. Dezember) und dem Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar) – manchmal aber auch andere Zeiträume, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr.
Die wichtigsten Rauhnächte sind:
– 21./22. Dezember (Thomasnacht / Wintersonnenwende) (Längste Nacht des Jahres)
– 23./24./25. Dezember (Christnacht/-Vornacht)
– 31. Dezember/1. Januar (Silvesternacht)
– 5./6. Januar (Epiphaniasnacht)

Bereits vom 4.12. geht energetisch alles nach Innen – Menschen, Tiere, Pflanzen und die ganze Natur ziehen sich nach Innen zurück. Am 23./24.12. atmet die Erde zum ersten Mal ein, die Energie verteilt sich mit einem Mal wieder auf Verstand, Emotion, Gefühl und Körper. (Sichtbar am Barbara-Zweig den man am 4.12. ins Wasser legt, und der am 23./24.12. aufblüht).

Der Name geht auf das mittelhochdeutsche Wort rûch (haarig) zurück, und ist in der Kürschnerei als Rauhware für Tierfell noch in Verwendung. Die Nächte stehen in enger Verbindung mit Ritualen rund um das Nutzvieh, aber auch Verwandlungen zwischen Tieren und Menschen oder haarigen mythischen Wesen.

Ihren Ursprung haben die Raunächte vermutlich in der Zeitrechnung nach einem Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Wie alle einfachen, nicht-interkalierenden Lunisolarkalender (also alle Mondkalender, die keine Schaltmonate einschieben, um mit dem Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bleiben), werden die auf die 365 Tage des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – beziehungsweise zwölf Nächte – als tote Tage (das sind Tage außerhalb der Zeit) eingeschoben. Von solchen Tagen wird allgemein angenommen, dass die normalen Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt sind, und daher die üblichen Grenzen zu gewissen anderen Welten fallen. In vielen Kulturen, die so ein Kalendersystem verwenden, sind in dieser Zeitspanne mythischem und magische Rituale üblich, und solche auf germanische oder auch vorgermanische Wurzeln zurückgehende Bräuche haben sich im Brauchtum bis heute erhalten – welcher der Bräuche wie alt ist, lässt sich im allgemeinen nicht mehr genau feststellen.

In diesen auf den Mondkalender „fehlenden“ Tagen „außerhalb der Zeit“ spiegelt sich das gesamte Jahr: an jedem der 12 Tage wird ein Monat des nächsten Jahres sichtbar. Alles, was wir während dieses Tages erleben, wird als Thema im entsprechenden Monat des nächsten Jahres sichtbar. In dieser besonderen Zeit ist es somit wichtig, besonders klar und fokussiert zu sein, den Dingen auf den Grund zu gehen, und alles zu einem guten Ende zu bringen.

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